
Schluss mit Missverständnissen und endlosen Diskussionen zwischen Fachbereichen und IT-Abteilungen! Zusammen mit Vertretern grosser Schweizer Unternehmen und Organisationen haben wir in einem Workshop Methoden, Prozesse und Werkzeuge für eine bessere Kommunikation im Projekt durchgespielt. Das Ergebnis zeigt erstaunliches!
Je später ein Fehler gefunden wird, desto teurer wird die Korrektur. So sagt ein altes Credo in der klassischen Produktentwicklung, denn man weiss: Ist ein schlechtes Produkt erst ein Mal auf dem Markt drohen Imageverlust, Umsatzeinbussen und Rückrufaktionen.
Leider fehlt dieses Bewusstsein in der IT-Branche noch weitgehend. Seitenlange, komplizierte Anforderungskataloge werden im stillen Kämmerlein in Pflichtenhefte übersetzt, welche von den Business-Stakeholdern und Kunden nicht verstanden werden. Das Erwachen kommt sobald die fertig programmierte Lösung auf dem Tisch ist. Viele Projekte enden so in Streit um Kosten für Änderungen, Enttäuschungen und Missverständnissen.
Im März und April diesen Jahres haben wir in Workshops den Einsatz von Rapid Prototyping durchleuchtet. Mit dabei waren Vertreter von Schweizer Grossunternehmen sowie Usability-Experten von Naveco und Experten der agilen Software-Entwicklung von GARAIO. Von der Strategie-Phase bis zum Betrieb fanden sich dabei im gesamten Verlauf von Entwicklungsprojekten im IT-Umfeld erstaunliche Möglichkeiten für bessere Kommunikation im Projekt und höhere Qualität des Ergebnisses. Hier einige Beispiele:
Finden Sie alle Anspruchsgruppen
Fertigen Sie schon vor dem eigentlichen Projektbeginn Handskizzen der Benutzeroberfläche der wichtigsten Seiten. Diese müssen nicht perfekt sein und können ruhig etwas provozieren. Kommunizieren Sie diese breit gestreut in der gesamten Organisation. So werden Sie erstes Feedback noch vor der Anforderungsanalyse bekommen und es melden sich garantiert alle, die etwas mit der Lösung zu tun haben.
Anforderungsmanagement auf Skizzen-Basis
Machen Sie Anforderungs-Workshops mit Vertretern der Business-Abteilungen, welche die Lösung spätere benutzen werden. Entwickeln Sie dabei funktionale Skizzen der Lösung direkt am Whiteboard zusammen mit den Nutzern. Sie entwickeln so von vorneherein ein gemeinsames Verständnis unter allen Beteiligten der Lösung und es kommen viele implizite Anforderungen auf den Tisch, an welche Sie sonst nie herangekommen wären.
Agile funktionale Spezifikation mit Wireframe-Prototypen
Vor dem Pfilchtenheft entwickeln Sie zusammen mit dem Business die gesamte funktionale Lösung als Wireframe-Prototyp. Wireframe-Prototypen sind in speziellen Programmen erstellte Detail-Skizzen der Benutzeroberfläche. Sie beinhalten bewusst kein grafisches Design, enthalten aber alle Screens, Inhalte (in exemplarischer Form) und Funktionen der späteren Lösung. In eng aufeinander folgenden Workshops wird so zusammen mit dem Business die funktionale Spezifikation perfektioniert. Erst zum Schluss erfolgt die schriftliche funktionale und nichtfunktionale Spezifikation. So entwickeln Sie gemeinsam Lösungen exakt wie vom Business gewünscht.
Agile Software-Entwicklung
Die letzten funktionalen Verbesserungen und natürlich die gesamte technische Entwicklung findet in der agilen Software-Entwicklung statt. Haben Sie die anderen Prototyping-Methoden richtig eingesetzt, können Sie sich hier auf technische Lösung konzentrieren, da fast alle funktionalen Änderungen bereits auf Wireframe-Prototypen durchgeführt und getestet wurden.
Wireframe-Prototypen für die Weiterentwicklung
Wenn die Lösung in den Betrieb übergegangen ist, können Sie den folgenden Release bereits wieder mit Wireframe-Prototypen, wie oben beschrieben, funktional spezifizieren. Warum man das nicht direkt mit Software tun soll? Ganz einfach: Mit Wireframe-Prototypen können Sie ungleich viel schneller Varianten ausprobieren und neue, bessere Versionen der Lösung erstellen. Zudem geben diese Prototypen den psychologisch wichtigen Eindruck noch nicht fertig zu sein. So zeigen Sie, dass alle Beteiligten noch Input geben können und noch Änderungen möglich sind.
Die Workshops haben gezeigt: Vermeiden Sie allzu viel Dokumentation zu Beginn des Projektes und erarbeiten Sie spielerisch zusammen mit allen Anspruchsgruppen die Lösung. Sie werden eine deutlich höhere Qualität erzeugen und zudem wesentlich mehr Freude im Projekt haben.
Wir haben die gesamten Erkenntnisse der Workshops zu einem Methoden-Plakat zusammengefasst:

Laden Sie das Plakat im Format A1 als PDF (340 Kb) herunter:
Plakat_IT_Business_Sprache
Sie möchten einen Ausdruck in Grösse A1 des Plakats? Kontaktieren Sie uns!
Wir freuen uns bereits auf die nächsten Workshops mit unseren Kunden!
Die Workshops von GARAIO und Naveco bieten eine einzigartige Plattform, welche wir gemeinsam mit unseren Kunden betreiben, um zusammen mit Experten unterschiedlicher Fachbereiche Methoden, Prozesse und Werkzeuge zu generieren, welche sich zu neuen Ansätzen für erfolgreiches Softwareengineering entwickeln lassen.
Mathias Gläser
Bei Naveco finden wir Wege, um erfolgreiche Vorgehensmodelle wie Rapid Prototyping und Total Quality Management in IT-Projekten anzuwenden. Nur so ist der Return-On-Investment garantiert und der übliche Streit um Änderungen vermieden.
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